Grundausstattung

Womit habe ich begonnen:

 

Wer glaubt ich habe bei der Imkerei mit Bienen angefangen, der irrt. Anfang 2014 habe ich meine IT-Firma geschlossen und suchte eine neue Herausforderung und ein schönes Hobby, welches mich als Kind schon faszinierte. BIENEN

 

Da ich das Glück habe, mit meiner Familie direkt neben einem Imker zu wohnen, bat ich ihn im Mai 2014 mich als Imkerpaten zu unterstützen. So gesehen war also die erste Position meiner Grundausstattung Karl Pfeifer als erfahrener Imker, der mich als Imkerpate unterstützte und auch noch heute unterstützt.

Durch Karl bekam ich einen Einblick in die Arbeitsweise eines Imkers. Als unverzichtbares Werkzeug stellte ich dabei fest ist der Stockmeisel und ein Raucher (Smoker oder Imkerpfeife). Im August wurde ich auf eine Anzeige in unserem Ortsblättchen (Sauerlandkurier) aufmerksam, wo ein Imker krankheitsbedingt seine Imkerei auflösen musste. Neben verschiedenen Gerätschften und Beutenteilen erhielt ich auch zwei Ableger von ihm. Der Startzeitpunkt war gesetzt.

Nachfolgend liste ich das Material nach dem Anschaffungszeitpunkt auf, mit dem Hinweis ob sinnvoll oder nicht.

 

Zeitraum Beschreibung Sinnvoll / Bemerkung
Sommer 2014 Imkerpate Für jeden Anfänger sehr sinnvoll / Das erste Bienenjahr besser ab Fühjahr begleiten und vllt. einen Ableger selber gemeinsam aufbauen
Juli 2014 Stockmeisel Sehr sinnvoll / Die AMI-Variante ist länger und besser nutzbar. Evtl. als Starterset mit Handschuhen, Besen und Smoker kaufen
  Smoker Sehr sinnvoll / Die Bienen werden nach dem Füllen der Honigblase träge oder können in die Beute zurückgedrängt werden, sodass es zu weniger Zerdrücken von Bienen beim Aufsetzen der Zargen kommt
  Besen Sinnvoll / Wird bei verschiedenen Maßnahmen eingesetzt um die Waben Bienenfei zu bekommen (Manchmal wird hier ein Gänseflügel verwendet, dieser ist jedoch wenig hygienisch)
  Handschuhe Sinnvoll / Gerade als Anfänger möchte man vermeiden häufig gestochen zu werden, jedoch sind manche Arbeiten nur sehr unzureichend machbar, weil das Gefühl in den Figerspitzen fehlt. Ich verwende Gummihandschuhe mit verlängertem Arm und keine dicken Lederhandschuhe. Trotzdem fliegen sie spätestens bei der Arbeit an der Königin in die Ecke.
  Overall oder Jacke mit Helm Sehr sinnvoll / Ob es ein Overall ist oder nur eine Jacke ist Geschmacksache. Jedoch sollte der Helm mit Schleier mit einem, besser zwei Reißverschlüssen daran befestigt werden können aber auch komplett abnehmbar sein. 
August 2014 Entdeckelungsgeschirr Sinnvoll / Aber erst bei der Honigernte, wenn man niemanden hat bei dem man es leihen kann.
  Entdeckelungsgabel Sehr sinnvoll / Erst bei der Honigernte. Es gibt auch andere Möglichkeiten zum Entdeckeln der Honigwaben, jedoch hat sich die Entdeckelungsgabel bei mir bewert
  Abfüllkübel Sinnvoll / Erst bei der Honigernte. Zum Abfüllen in die Gläser ist ein Behälter mit Quetschhahn am Besten. Dies kann aber auch ein Kunststoff-Hobbock sein, dieser ist wesentlich günstiger als ein Edelstahlabfüller.
  Honigeimer Sinnvoll / Erst bei der Honigernte. Diese müssen wie auch die Hobbocks aus lebensmitteltauglichem Kunststoff bestehen. In diesen kann der Honig gelagert werden. Anstelle von Eimern kann man auch direkt Hobbocks mit Quetschhahn verwenden.
  Hobbock Sinnvoll / Erst bei der Honigernte. Auch diese müssen aus lebensmitteltauglichem Kunststoff sein. In diesen kann der Honig gelagert und wenn ein Quetschhahn montiert ist auch abgefüllt werden.
  Doppelsieb Sehr sinnvoll / Erst bei der Honigernte. Zum Sieben des Honigs und Entfernen von Wachsstücken muss der Honig nach dem Schleudern gesiebt werden. Dafür eignet sich am bessten ein Doppelsieb.
  Beutenteile Als Bienenbehausung zwingend erforderlich / Ich habe mit Segeberger Styroporbeuten angefangen, da ich diese gebraucht von dem gesundheitlich angeschlagenen Imker kaufen konne. Erkundigt Euch vor dem Kauf, welche Beuten und Rahmenmaße in der Region verwendet werden. Das macht es später einfacher, wenn es um den Kauf eines Ableger oder Erstellung von Sammelbrutablegern geht.
  2 Ablegervölker Ich empfehle Anfängern lieber im Frühjahr mit Wirtschaftsvölkern anzufangen und diese von einem vertrauten Imkern zu kaufen um Anfängerfehler die mir passiert sind zu vermeiden. Oder Ihr bildet im ersten Jahr mit Eurem Imkerpaten gemeinsam einen (besser zwei) Ableger, die Ihr gemeinsam pflegt und überwintert. Dann habt ihr im nächsten Frühjahr auch Eure Wirtschaftsvölker.
September 2014 2 weitere Ablegervölker Diese habe ich zum verstärken der ersten beiden Völker gekauft, jedoch ohne Erfolg.
Oktober 2014 Milchsäure Zur Notbehandlung kann man Milchsäure bei kühleren Temperaturen verwenden, wenn die Temperatur nicht mehr für Ameisensäurebehandlungen ausreicht. (Wirkt nicht in verdeckelter Brut!!!)
November 2014 Dampfwachsschmelzer (DWS) Sehr sinnvoll, sorgt er doch für die notwendige Menge Wachs zum Wachstausch / Im Eigenbau kostet Euch der DWS nicht mal 70 Euro. Eine genaue Anleitung werde ich noch einstellen.
Dezember 2014 Oxalsäure Sehr sinnvoll / Wird zur Restentmilbung in der brutfreien Zeit verwendet. Leider war men Volk (mittlerweile haben wir aus 4 Völkern eins gebildet) so schwach, dass es Mitte Januar verendet war.
April 2015 2 Wirtschaftsvölker 1 Einzargiges und 1 Zweizargiges Volk, eigentlich egal ob ein- oder zweizargig, sind beide doch spätestens Ende der Frühtracht gleichauf.
Juli 2015 Spitzsieb Sinnvoll / um restliche Wachspartikel bei der Honigernte heraus zu sieben
August 2015 weitere Beutenteile Entsprechend der weiteren Völkerführung sollten alle notwendigen Beutenteile gekauft werden. (Durch Euren ersten Honigverkauf könnt ihr Euch diese Teile nun anschaffen, prüft aber die Preise im Internet ausgiebig) Ich plane mit 6 Wirtschaftsvölkern und jährlicher Bildung von 6 Ablegern, sodass ich 7 Komplettbeuten sowie 7 Beuten mit zwei Zargen habe. Die meisten Böden habe ich selbst gebaut. Die Bauanleitung findet ihr oben unter Bauanleitungen
2014 / 2015 Mittelwände / Rähmchen

Entsprechend der Anzahl von Zargen, solltet ihr auch passende Rähmchen und Mittelwände haben. Um Mittelwände zu erhalten und Kosten zu ersparen solltet ihr Euren Wachs gegen neue Mittelwände eintauschen.

Oktober 2015 Waagen Da ich ab dem nächsten Jahr mit mehreren Wirtschaftsvölkern arbeite, wird sich der Honigertrag entsprechend erhöhen. Da der Honig nicht immer direkt in Gläser abgefüllt, sondern in Eimern gelagert wird, macht es Sinn passende Waagen zu haben. So habe ich mir eine Waage mit abgesetzten Display angeschafft, die bis 150kg misst und eine Stellfläche für alle gängigen Eimer und Hobbocks bietet. Außerdem eine digitale Federkofferwaage für die Gewichtsermittlung der Beuten und eine kleine eichfähige Waage bis 1000g für das Abfüllen der Gläser. (Leider reicht ein Prüfgewicht nach dem neuen Eichgesetz nicht mehr aus, so das diese Anschaffung richtig teuer ist. Evtl. hat Euer Imkerverein eine geeichte Waage die Ihr ausleihen könnt.)
Oktober 2015 Königinnenzuchtausstattung

Sinnvoll wenn man eigene Königinnen züchten möchte. Wenn Ihr Euch das (noch) nicht zutraut kauft ihr lieber jedes Jahr neue Königinnen bei Eurem Züchter.

Warum jedes Jahr? Schaut in Wissenslexikon unter Königinnenzucht.

März 2016 Honigschleuder Zum Geburtstag habe ich mir eine Honigschleuder gekauft. Für die Hobbyimkerei sollte eine manuelle 4-Waben-Radial-Schleuder ausreichen. Im Internet habe ich eine solche Schleuder neu für 300€ erstanden. Obwohl etwas skeptisch muss ich sagen, das die Schleuder hochwertig verarbeitet und wirklich sehr gut ist. Wenn ihr weitere Infos dazu haben möchtet, schreibt mich einfach an.
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